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[ Entstehungsgeschichte der T.V. Bauhütte ] [ Steckbrief unserer Verbindung ]

Die Technische Verbindung Bauhütte wurde am 25.05.1905 in Rudolstadt in Thüringen gegründet. In den nunmehr fast Einhundert Jahren seit ihrer Gründung durchlebte sie innerlich als auch äußerlich als Teil der Gesellschaft und Universität sehr bewegte Zeiten. Die Geschichte der Bauhütte ist für sich genommen ein Spiegel der Geschichte unseres Landes: Hier reflektiert sich die deutsch-deutsche Trennung, der Fleiß und die Tatkraft mit der nach dem Krieg am Wiederaufbau sowohl des Landes als auch der Verbindung gearbeitet wurde und auch die lebenslangen Freundschaften die durch das gemeinsame Erleben vieler schöner und vergnügter Stunden geschlossen wurden.

Im Sommersemester 1905 setzte sich eine Schar junger Studierender des "Städtischen Technikums für Elektrotechnik" in Rudolstadt, die 7 Bundesbrüder Zeitzmann, Ehrlich, Kunz, Schlöfer, Deubler, Schachtschnabel und Neumann, zur Gründung eines Stammtisches zusammen. Aus diesem Freundeskreis entwickelte sich in kurzer Zeit eine Verbindung, die durch die Haltung ihrer Mitglieder und deren Auftreten in der Öffentlichkeit einen beachtlichen Einfluss gewann. Als offizieller Gründungstag dieser Verbindung ging der 25 Mai 1905 in die Geschichte ein.

In der bürgerlichen Atmosphäre des lieblichen, an der Saale und am Fuße des Thüringer Waldes gelegenen Städtchens Rudolstadt, waren die Bauhüttler gern gesehen. Zu ihrem Erkennungszeichen wählte die junge T.V. "Bauhütte" (Technische Verbindung) die Farben grün-weiß-rot, die auch in der Öffentlichkeit getragen wurden und die bis zum heutigen Tag unverändert geblieben sind. Den Namen "Bauhütte" wählten die Studierenden in Anlehnung an die Bauhütten der mittelalterlicher Dome, die Jahrhunderte überdauerten.


Zirkel der
T.V. Bauhütte

Rathaus und Marktplatz
in Hildburghausen
Im Mai 1908 wurde der Alt-Herren-Verband der T.V. Bauhütte in Rudolstadt gegründet. Im selben Jahr beschlossen aber die Stadtväter von Rudolstadt ihr Technikum zu schließen, weil die Zahl der Studierenden stark rückläufig und die Lehranstalt nicht mehr rentabel war. So siedelte der kleine Rest der Bauhüttler - seine Zahl ist nicht bekannt - nach Hildburghausen (Thüringen) über, wo er gute Aufnahme fand. Am dortigen Technikum setzten die Studenten sowohl ihr Studium als auch das Verbindungsleben fort. Die Farben blieben erhalten und der Wahlspruch "Viribus unitis" -"Mit vereinten Kräften"-, den man sich bei der Gründung gegeben hatte, wurde ebenfalls beibehalten.

Die unbeschwerte Burschenzeit dauerte 6 Jahre, bis 1914 der Erste Weltkrieg ausbrach. Er forderte das Leben von sechs Mitgliedern der Bauhütte. Erst im Nachkriegsjahr 1919 wurde der 5 Jahre ausgesetzte Studienbetrieb in Hildburghausen wieder aufgenommen. In 1921 schloss sich die Alt-Herrenschaft des Wissenschaftlichen Vereins der Bautechniker dem Alt-Herren-Verband der T.V. Bauhütte an. Die Geschichte und Herkunft des Wissenschaftlichen Vereins ist im folgenden Beschrieben.

An der Höheren Fachschule für Maschinenbau in Sondershausen in Thüringen gründeten am 14. Oktober im Jahre 1876 eine Reihe Studierender den "Wissenschaftlichen Verein der Bautechniker". Darin waren Maschinentechniker, Bautechniker und Eisenbahntechniker mit eigenen Präsiden vereint. Man trug die Farben grün-weiß-grün und gab sich den Wahlspruch "Treue und Bruderliebe".


Zirkel des W.V. der
Bautechniker


Neues Technikum
in Hildburghausen
Im Jahre 1878 wurde in Sondershausen der Lehrbetrieb eingestellt. Mit dem Leiter der Anstalt zogen auch die Mitglieder dieses Vereins nach Hildburghausen, wo ein neues Technikum gegründet wurde.
Mit der Vereinigung des Wissenschaftlichen Vereins und der Bauhütte in 1921 führte diese nun die Tradition der Bautechniker fort. Rein äußerlich dokumentierte sich das dadurch, dass der 1.Präside der Aktivitas die Farben grün-weiß-grün neben den Farben grün-weiß-rot trägt. Auch der Wahlspruch der Bautechniker wurde zu deren Ehren in das Wappen der T.V. Bauhütte übernommen.

Ab 1933 wurde durch den Nationalsozialistische Deutschen Studentenbund (NSDStB) systematisch die Beseitigung aller farbentragenden Korporationen betrieben. 1936 erfolgte dann die zwangsweise Auflösung auch unserer Aktivitas. Die Bauhüttler pflegten als "Alte Herren" (AH) untereinander weiterhin Kontakt. Pfingsten 1938 erfolgte die angeordnete Angliederung unseres Alt-Herren-Verbandes an die "Kameradschaft II Wick", später Kameradschaft "Wilhelm Gustloff".
Mit dem Beginn des zweiten Weltkrieges kam der Zusammenbruch aller couleurstudentischen Verbindungen und alles schien verschwunden, was einmal die T.V. Bauhütte war. Und dennoch: die über Not und Zerstörung gebliebenen Kontakte einiger alter Freunde führten zu einigen Treffen auf der Hannoverschen Messe und Anfang Mai 1956 wurde dort der Wunsch laut, doch neben der Altherrenschaft auch wieder eine Aktivitas entstehen zu lassen. Die Musenstadt Hildburghausen war in der Ostzone, aber in Kassel sollte es wohl möglich sein...

Aktivitas bei der Reaktivierung im SS 1958, vordere Reihe von Links: Jegelka al. Bachus XXX, G. Holzhauer al. Bubi, K.-H. Lentwojt al. Waldi, F. Meyer al. Augustus XX, W. Tacke al. Bummel, W. Neumann al. Apollo FM, O. Radzeck al. Poldi, J. Biebricher al. Globus, E. Kriebel al. Lullus, W. Knop al. Maestro; Hintere Reihe von Links: H. Zahalka al. Schwip, H. Pfromm al. Mohikaner, A. Schade al. Amor, K. Nell al. Achilles III, K.-D. Mangels al. Herkules, H. Riemann al. Pollux, H. Sievers al. Seppl, J. Vetter al. Caesar X, K. Dörrbecker al. Urus, R. Twellmann al. Osram (vorne), R. Köbberling al. Lohengrin (hinten), K.-H. Schmitt al. Castor, Deist al. Bobby Die Bundesbrüder W. Tacke al. Bummel, O. Radzeck al. Poldi, und J. Biebricher al. Globus waren die ersten Füxe der neuen T.V. Bauhütte zu Kassel.



Ingenieurschule
in Kassel
So erfolgte am 8. Februar 1958 mit knapp 20 Studenten die Reaktivierung der T.V. Bauhütte in Kassel mit einer Aktivitas und dem Alt-Herren-Verband (AHV) aus der Hildburghäuser Zeit. Die maßgeblichen Initiatoren der Reaktivierung im Kasseler Restaurant Park Schönfeld waren AH Oberingenieur Hermann Wilke al. Othello mit seiner Ehefrau und späteren Ehrendame Hanna Wilke al. Romy sowie einige weitere Alte Herren. Durch die Reaktivierung wurden Tradition und Wappen, der Name und die Ziele der T.V. Bauhütte aus Hildburghausen übernommen.

Seit 1971 fand eine strukturelle Umstellung der Staatlichen Ingenieurschule in Kassel mit der späteren Integration in die Gesamthochschule Kassel im Jahre 1972 und der Übernahme in die neue Universität Kassel im Jahr 1978 statt. Dieser Entwicklung folgend, wurde der Beitritt zur Aktivitas der T.V. Bauhütte auch Studenten nicht- technischer Fakultäten an der Universität Kassel ermöglicht. Seit dieser Zeit führt die T.V. Bauhütte zu ihrem Namen den Zusatz "Wissenschaftliche Studentenverbindung".